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ToggleWarum scheitern Veränderungen so häufig?
Ich hätte niemals gedacht, dass mir ein Kinderbuch den größten Heureka-Moment in Bezug auf den Umgang mit Veränderung bescheren würde. Klingt komisch, ist aber tatsächlich so. Als kleiner Junge liebte ich es, wenn ich auf dem Schoß meines Großvaters sitzen durfte, und er mir mit stoischer Ruhe aus den unterschiedlichsten Büchern vorlas. Mein absoluter Favorit war Das riesengroße Krokodil des britischen Schriftstellers Roald Dahl.
Das Buch erzählt von den Erlebnissen eines hungrigen Krokodils, das es sich zum Ziel gesetzt hat, ein saftiges kleines Kind aus dem Dorf am Rande des Dschungels zum Mittag zu verspeisen. Um dies zu erreichen, bedient es sich einer Menge kreativer Ideen und verkleidet sich u.a. als Palme, Wippe, Bank oder als Figur eines Karussells. In jedem einzelnen Kapitel gelangt das listige Krokodil fast an das Ziel seiner Träume, weil es aufgrund seiner Tarnung kaum von den Alltagsgegenständen zu unterscheiden ist. Doch wie es sich für ein Kinderbuch gehört, wird es natürlich immer wieder rechtzeitig entdeckt, bis es im großen Finale der Geschichte von einem Elefanten in den Himmel geschleudert wird, und kurz darauf in der Sonne verbrennt.
Trotz dieses durchaus gewaltsamen Endes war Das riesengroße Krokodil für viele Monate mein absolutes Lieblingsbuch, von dem ich einfach nicht genug bekommen konnte. Doch alles im Leben hat seine Zeit, und während ich heranwuchs, schloss ich andere Bücher in mein Herz und vergaß die Abenteuer des listigen Reptils irgendwann komplett. Bis ich eines Tages selbst Vater wurde und anfing, meinen beiden Töchtern Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen, zu denen selbstverständlich auch die Abenteuer des riesengroßen Krokodils gehörten, die sich schon nach kurzer Zeit ebenfalls zu den absoluten Favoriten meiner Kinder entwickeln sollten. Egal, wie müde sie auch waren, immer wenn sich das Krokodil mal wieder als Palme, Wippe, Bank oder Karussellfigur tarnte, fieberten sie mit den Kindern in der Geschichte mit, und juchzten laut vor Freude, wenn es am Ende von dem Elefanten Richtung Sonne geschleudert wurde.
Das Krokodil im Kopf als Ursache für die unbewusste Selbstsabotage
Ich weiß bis heute nicht, ob es nun die kindliche Freude meiner Töchter, oder einfach nur Zufall war, aber als ich das Buch eines Abends zuklappte, fiel mir auf einmal so deutlich wie nie auf, welche Parallelen es zwischen der Geschichte und meinem beruflichen Alltag als Keynote Speaker und Change Coach doch gibt. Die unterschiedlichen Tarnungen des Krokodils aus der Kindergeschichte sind nämlich die perfekte Metapher dafür, warum uns die unterschiedlichsten Veränderungen im Leben so schwerfallen. Weil wir alle ein Krokodil in unseren Köpfen haben, das sich zum Ziel gesetzt hat, unsere Vorstellung von einem glücklichen, zufriedenen und erfolgreichen Leben zum Mittag zu verspeisen.
Immer dann, wenn du etwas Altes loslassen, etwas Neues wagen oder etwas Bestehendes verändern willst, flüstert es dir mit einer vertrauten Stimme verführerisch zu, dass dies eine miserable Idee wäre. Und es tut dies mit einer Listigkeit, die ihresgleichen sucht. Tief im unbewussten Mind sitzend, tarnt sich das Krokodil als Sorgen, Zweifel und Ängste und sorgt dafür, dass…
- Du dich selbst sabotierst und permanent gegen einen inneren Widerstand ankämpfen musst.
- Du deine Ziele und Träume in der berühmten Schublade versauern lässt, und dich stattdessen mit unwichtigen Tätigkeiten ablenkst.
- Du keine wichtigen Entscheidungen triffst, sondern lieber auf Nummer Sicher gehst und alles beim Alten belässt.
- Du deine Vorhaben immer wieder auf Irgendwann verschiebst.
- Du dir einredest, nicht gut genug, mutig genug oder motiviert genug zu sein.
- Du als Konsequenz lieber ein unglückliches, unzufriedenes und frustriertes Leben führst, anstatt dich mit Dingen, Tätigkeiten und Aufgaben zu beschäftigen, die wirkliche eine Bedeutung haben.
Und es kommt noch besser, denn je bedeutender ein Ziel, ein Projekt oder ein Vorhaben für dich ist, desto intensiver und hartnäckiger wird das Krokodil versuchen, dich mit aller Macht von einer möglichen Umsetzung abzuhalten. Die Ursache für diese Art von Vermeidungsstrategien ist übrigens weder fehlende Intelligenz noch mangelnde Motivation oder eine nur schwach ausgeprägte Willenskraft. Vielmehr liegt es ausschließlich daran, dass in den entscheidenden Momenten dein Krokodilhirn die Kontrolle übernommen und deinen rationalen Verstand zur Seite gedrängt hat.
Warum scheitern Veränderungen? Das Reptilienhirn
Bei diesem Begriff handelt es sich zum einen natürlich um eine Metapher, andererseits aber auch um einen existierenden Teil ihres Gehirns. Möglicherweise kennst du ihn auch bereits unter der Bezeichnung Reptilienhirn, denn während das menschliche Gehirn ungefähr die Größe von zwei geballten Fäusten hat, verfügen Echsen, Schlangen und eben auch Krokodile nur über ein winziges Gehirn, dessen einzige Aufgabe darin besteht, das eigene Überleben sicherzustellen. Aus diesem Grund kennt es auch nur drei Zustände, nämlich Angst, Hunger und den Fortpflanzungstrieb. Die daraus entstehenden Verhaltensweisen laufen fernab jeglichen Bewusstseins ab, sind ausschließlich instinktgesteuert und insbesondere in Extremsituationen folgen sie dem Reflex, entweder die Flucht zu ergreifen oder in den Angriffsmodus umzuschalten.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Denn obwohl wir Menschen als einzige Spezies auf diesem Planeten über ein Bewusstsein verfügen und intelligente und auf rationaler Abwägung basierende Entscheidungen treffen können (also zumindest in der Theorie), so verfügen wir auch heute – trotz aller evolutionstechnischer Weiterentwicklung – immer noch über ein Reptilienhirn, welches dafür sorgt, dass wir mit schöner Regelmäßigkeit den vererbten Instinkten aus der Urzeit nachgeben und infolgedessen dazu neigen, hochemotionale, irrationale und manchmal sogar richtig dumme Entscheidungen zu treffen.
Ich liebe daher die Metapher des Krokodils im Kopf als vereinfachende Erklärung für die Irrationalität menschlichen Verhaltens. Aber lass dich davon bitte nicht täuschen, denn die dahinterstehenden Prozesse basieren durchgehend auf neurowissenschaftlichen Forschungen und Studien. Schauen wir also etwas genauer hin. Auch wenn das Gehirn ein hochkomplexes Organ ist, so lässt es sich doch vereinfachend in die folgenden Bereiche aufteilen, die alle eine bestimmte Aufgabe haben.
Das Triune Brain – Die drei Bereiche des Gehirns
Der evolutionsgeschichtlich älteste Bereich ist das Stammhirn, welches deine Atmung, den Herzschlag, die Verdauung und sämtliche anderen unbewussten Körperfunktionen steuert, die Sie zum Leben benötigen.
Der zweitälteste Bereich ist das limbische System, dessen wichtigster Bestandteil das in unseren Betrachtungen im Mittelpunkt stehende Krokodilhirn ist, welcher von der Wissenschaft den Namen Amygdala erhalten hat. Dieser walnussgroße Teil des Gehirns wird auch bei uns Menschen von den drei Urinstinken Angst, Hunger und Sexualtrieb getriggert und führt zum berühmt-berüchtigten Reflex von Flucht oder Angriff, der sich niemals intellektuell steuern lässt. Vor zwei Millionen Jahren war dies noch ein wahrer Segen, denn durch den unbewussten gesteuerten Instinkt bekamen unsere Vorfahren wertvolle Sekunden geschenkt, die sie davor bewahrten, nicht vom Säbelzahntiger gefressen zu werden.
Für den modernen Großstadtmenschen ist dieser Flucht-Angriff-Mechanismus allerdings extrem hinderlich, weil wir heute mit ganz anderen Gefahren zu kämpfen haben. Um dich vor diesen zu schützen, redet dir das Krokodil im Kopf mit säuselnder Stimme ein, lieber jegliches Risiko zu vermeiden, dich mit suboptimalen Ergebnissen zufriedenzugeben oder neue Dinge gar nicht erst auszuprobieren.
Der dritte Bereich ist das Kleinhirn, das für Koordination und motorische Kontrolle zuständig ist, gefolgt vom vierten, dem Großhirn (Neocortex). Dieses ist der evolutionstechnisch jüngste und auch kultivierteste Teil des Gehirns und ist für logisches Denken, Sprechen, bewusstes Planen, sowie der Wahrnehmung verschiedener Stimuli zuständig ist.
Fassen wir diese Bereiche vereinfachend zusammen, so verfügst du eigentlich über zwei Gehirne. Da ist auf der einen Seite das von Emotionen, Trieben und Instinkten gesteuerte Krokodilhirn. Es existiert ausschließlich, um dich vor potenziellen Gefahren zu schützen, indem es Veränderungen mit aller Macht zu verhindern versucht, damit der gewohnte und sichere Status quo aufrechterhalten werden kann.
Auf der anderen Seite ist das intellektuelle Hirn, das dich dazu befähigt, zu lernen, Situationen zu analysieren, rational zu bewerten und mittels Sprache zu kommunizieren. Und jetzt kommt das Faszinierende. Denn obwohl dieser Bereich den Großteil der Hirnmasse ausmacht, wird er im Alltag von dem evolutionstechnisch wesentlich erfahrenerem Krokodilhirn regelmäßig dominiert und übergibt diesem die vollständige Kontrolle. Die Auswirkungen könnten fataler nicht sein, denn in sämtlichen Situationen, in denen der Status quo sich in potenzieller Gefahr befindet, werden sämtliche rationalen Aspekte ignoriert, und du reagierst ausschließlich emotional, impulsiv und lässt dich von Instinkten leiten. Und zwar vollkommen unabhängig davon, ob die daraus resultierenden Verhaltensweisen deinen bewusst formulierten Zielen entsprechen.
Das Krokodil im Kopf verhindert Veränderungen
Weil wir Menschen auch im Jahr 2025 noch immer von unseren Urinstinkten geprägt sind, ist das Krokodilhirn ein wahrer Meister darin, mögliche Veränderungen zu verhindern, um dich vor einem möglichen Scheitern zu beschützen. Und je mehr Bedeutung etwas für Sie hat, desto mehr wird sich das Krokodil in deinem Kopf anstrengen und alles dafür tun, um dich an der Umsetzung zu hindern. Nur, damit sich nichts verändert, und alles so bleibt, wie es ist.
Was sich auf den ersten Blick noch relativ harmlos liest, hat langfristig gravierende Auswirkungen. Das Krokodil im Kopf ist der Grund, warum unsere Karrieren stagnieren, warum wir das schon seit Langem geplante Unternehmen nicht gründen, warum Diäten scheitern, warum wir finanzielle Probleme haben, warum wir in unglücklichen Beziehungen verharren, warum wir die Weltreise nicht antreten, warum wir das in uns schlummernde Buch nicht schreiben, warum die Fitnessstudios ab Mitte Januar wieder wie leer gefegt sind, und warum wir nicht den Erfolg erreichen, von dem wir auf bewusster Ebene so sehr träumen.
Wir können nach Außen noch so sehr betonen, wie sehr wir all diese Dinge wirklich in unserem Leben haben möchten, aber wenn es dazu kommt, dass wir die dazu notwendigen Veränderungen angehen müssen, übernimmt ein evolutionär bedingter Instinkt die Kontrolle und sorgt dafür, dass wir eine plausibel klingende Ausrede finden, uns mit belanglosen Tätigkeiten ablenken, mit unwichtigen Dingen beschäftigen oder uns auf eine andere kreative Art und Weise selbst sabotieren. Du weißt, von welchen Situationen und Vermeidungsmechanismen ich spreche, nicht wahr?
Beispiele für die unbewusste Selbstsabotage
Diese Beispiele waren dir bislang nicht konkret genug? Dann lass uns auf die Ebene des Verhaltens schauen. Hast du dir jemals vorgenommen, eine wichtige Präsentation vorzubereiten, ein Konzept für einen potenziellen Auftraggeber zu entwickeln, neue Kunden zu akquirieren, eine Bewerbung zu schreiben oder ein Projekt in deiner Firma zu übernehmen? Doch anstatt dich mit Freude an die Umsetzung zu machen, hast du deine Zeit lieber mit endlosem Surfen im Internet, dem Anschauen von Koch-Tutorials auf YouTube oder dem belanglosen Scrollen durch deine TikTok-For-You-Page verbracht? Der Anstifter für dieses Verhalten ist das Krokodil in deinem Kopf, das dich davor bewahren will, dass du dich blamieren, dass du versagen oder dass du scheitern könntest.
Oder kannst du dich an eine Konfliktsituation aus deinem Alltag erinnern, in der du mit Ärger, Wut und einem emotionalen Ausbruch reagiert hast, für den du dich direkt im Anschluss ein wenig geschämt hast? Standest du jemals vor einem Problem, vor dem du davongelaufen bist, obwohl es leicht gewesen wäre, eine Lösung zu finden? Auch in diesen Fällen hat das Krokodil im Kopf auf seine ganz spezielle Art und Weise versucht, dich vor negativen Gefahren zu schützen.
All diese Beispiele haben eines gemeinsam. Dein Krokodilhirn dominiert deinen rationalen Verstand, wenn du dich in Situationen befindest, die in der Urzeit eine potenzielle Gefahr bedeuteten. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Etiketten deiner Identität angegriffen werden, deine Sicherheit bedroht ist, dein sozialer Status attackiert wird, oder es generell um Geld, Macht, Sex oder Essen geht. Von den verführerisch klingenden Ideen des Krokodils in deinem Kopf flüchtest du dich dann in die folgenden typischen Verhaltensmuster.
- Prokrastination: Es fällt dir schwer, Ziele, Aufgaben oder Projekte anzugehen, weil du dich viel lieber mit Unwichtigem ablenkst.
- Kein Durchhaltevermögen: Du fängst immer wieder Dinge an, beendest diese aber selten.
- Negativer innerer Dialog: Du bist dein größter Kritiker.
- Aufschieberitis: Du steckst regelmäßig in der „Wenn-Dann-Falle“ (Wenn ich erst einmal X habe, kann oder bin, dann kann ich auch Y haben, tun oder erreichen).
- Emotionale Instabilität: Sorgen, Zweifel und Ängste gehören zu deinem Alltag
- Verzetteln: Du hast Schwierigkeiten, Prioritäten zu setzen
- Perfektionswahn: Du verschiebst häufig Aufgaben, weil du denkst, perfekt sein zu müssen. So kommt es, dass kein Ergebnis jemals gut genug für dich ist.
- Fehlender Mut: Es fällt dir schwer, Entscheidungen zu treffen.
- Vergangenheitsorientierung: Du klammerst dich lieber an der guten, alten Zeit fest, anstatt die Zukunft aktiv zu gestalten
- Instant Gratification: Sofortige Bedürfnisbefriedigung ist dir wichtiger, als deine langfristigen Ziele und Träume
- Ausreden: Du bist ein Meister darin, deine durch das Krokodil im Kopf getriggerten Verhaltensweisen im Nachhinein zu rationalisieren
Zwei Wege, um das Krokodil im Kopf zu Deinem Verbündeten zu machen
Ob wir es nun gut finden, oder nicht, wir alle kennen Situationen, in denen wir von den genannten Verhaltensmustern dominiert werden, nicht wahr? Aber das ist gar nicht so schlimm, denn viel wichtiger ist, wie du damit umgehst. Du hast jederzeit die Wahl, ob du dich von dem Krokodil in deinem Kopf paralysieren lässt, oder es zu deinem größten Verbündeten werden lässt. Und das gelingt dir, indem du es als deinen besten Freund akzeptierst und es an die Leine legst.
1) Das Krokodil als Freund akzeptieren
Das Krokodil in deinem Kopf kann entweder dein größter Feind oder dein bester Freund sein. Und die Wahl liegt ausschließlich bei dir. Nur du bestimmst, ob du dich von deinen Urinstinkten paralysieren lässt, oder ob du die Kraft der Amygdala dafür einsetzt, deine Ziele und Träume zu erreichen. Eine hervorragende Idee ist es, deinem Krokodil einen Namen zu geben. Ja, wirklich, du ahnst ja gar nicht, welche Auswirkungen dies hat. Meines heißt seit vielen Jahren “Biggie”, was gleichsam eine Reminiszenz an das riesengroße Krokodil aus meiner Kindheit, als auch an die Rap-Ikone Notorious BIG ist. Und wir haben eine richtig gute Beziehung, weil ich verinnerlicht habe, dass Biggie immer dann in Aktion tritt, wenn ich gerade dabei bin, neue Wege zu beschreiten, mich als Persönlichkeit weiterzuentwickeln und notwendige Veränderungen umzusetzen.
Sobald du dein Krokodil zu deinem besten Freund erkoren hast, kannst du genau diese Momente in deinem Alltag umarmen und das Gefühl genießen, dass du gerade dabei bist, innere Widerstände zu durchbrechen. Erschaff dir so viele Gelegenheiten wie möglich, in denen dein Krokodilhirn dich versucht, abzulenken, dir einzureden, dass du dich blamieren könntest, oder dich zum Prokrastinieren überreden will. Diese Momente sind ein wunderbarer Indikator, dass du lebst. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
2) Das Krokodil an die Leine legen
Im nächsten Schritt gilt es, dein Krokodil anzuleinen, sodass es gar nicht erst in Versuchung gerät, die Richtung in deinem Leben zu bestimmen. Und da die Leine natürlich auch nur eine Metapher ist, kommen hier einige konkrete Ideen, wie das in deinem Alltag aussehen kann:
- Die Kraft der kleinen Schritte: Teile dir große Projekte in viele kleine Meilensteine auf und genieße die Erfolge, wenn du ein Zwischenziel erreicht hast. Das dadurch entstehende Momentum schläfert dein Krokodilhirn zuverlässig ein.
- Scheiter dich vorwärts: Hab keine Angst, Fehler zu machen oder zu scheitern. Diese Momente bieten die besten Gelegenheiten, als Persönlichkeit zu wachsen und dazuzulernen. Und am Ende des Tages gibt es nur eine Möglichkeit, wirklich zu scheitern: Es gar nicht erst zu versuchen. Nicht wahr?
- Zur Ideenmaschine werden: Entwickel so viele Ideen wie möglich. Gute wie schlechte. Rationale wie verrückte. Je absurder eine Idee klingt, desto besser. Je mehr du dich abseits der gewohnten Wege befindest, desto größer die Chance, dass du etwas erschaffst, das Bedeutung besitzt.
- Konsistenz: Definiere Routinen, feste Prozesse und kraftvolle Gewohnheiten. Dein Krokodilhirn hasst die dadurch entstehende Konsistenz.
- Verbindlichkeit: Verbanne die Ausreden aus deinem Alltag. Je verbindlicher du bist, desto erfolgreicher wirst du sein. Halte deine Versprechungen, insbesondere diejenigen, die du dir selbst gegeben hast.
- Gelassenheit: Lass dich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen. Akzeptiere, dass sie passieren werden. Du hast nicht am so wichtigen Projekt gearbeitet, sondern stattdessen lieber Netflix geschaut? Du hast während deiner Diät eine große Portion Pommes mit Mayo gegessen? Oder du hast dich beim Schreiben deines Buchs von dem leeren Blatt Papier einschüchtern lassen und dich mit einer belanglosen Tätigkeit abgelenkt? Alles kein Problem. Solange es nur eine Ausnahme war und du am nächsten Tag wieder von vorne beginnst.
Ich hoffe sehr, dass dieser Artikel dir einige Antworten auf die Frage „Warum scheitern Veränderungen so häufig?“ geben konnte. Wenn du noch tiefer in die Psychologie der Veränderung eintauchen möchtest, dann empfehle ich dir mein Buch „Im Kopf beginnt die Freiheit“ empfehlen.